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Neues Erwachsenenschutzgesetz in Kraft getreten

Am Sonntag, 1. Juli ist das 2. Erwachsenenschutzgesetz in Österreich in Kraft getreten

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

das neue Erwachsenenschutzgesetz (EWSG) hat seit 1. Juli 2018 seine Gültigkeit. Wir sollten daher alle –zumindest was die direkte klinische Anwendung betrifft - darüber gut Bescheid wissen, da wir speziell in unserem Arbeitsbereich viel mit PatientInnen arbeiten müssen, die selbst nicht entscheiden können und auch nicht vorgesorgt haben (keine PatientInnenverfügung, keine Vorsorgevollmacht).  Es ändert sich mit diesem Gesetz für unsere ärztliche Verantwortlichkeit einiges.  Wir werden im Falle einer Klage rechtfertigen müssen, wenn wir uns nicht gesetzeskonform verhalten haben. Bei aller zeitkonsumierenden Bürokratie, unter der wir zunehmend leiden, sehe ich im neuen Erwachsenenschutzgesetz dennoch auch eine Chance, dass mehr Diskussion  rund um schwierige ethische Themen in der Medizin kommen wird. Die einzelne Person wird mehr Verantwortung für sich selbst übernehmen müssen und wir alle sind zu mehr Kommunikation bei schwierigen medizinischen Entscheidungen aufgefordert, was unserer Sache – nämlich im Sinne unserer PatientInnen gute Entscheidungen zu treffen - nur dienlich sein kann.

Versuchen wir also das neue EWSG positiv zu sehen, es anzuwenden und umzusetzen wo es notwendig ist und es als Chance zu einer verbesserten Kommunikation rund um die schwierigen Themen in der Medizin zu nehmen.

In diesem Sinne habe ich mich bemüht eine klare und kurze Zusammenfassung mit den klinisch relevanten Forderungen / Neuerungen für uns zusammenzustellen.

Link zur Zusammenstellung von Ao. Univ.-Prof. Dr. Barbara Friesenecker

Quelle ist die Darstellung des neuen EWSG von Doz. Dr. Jürgen Wallner im Blog der Barmherzigen Brüder Österreichs.

Viel Spaß beim Lesen,

Barbara Friesenecker

30.6.2018

 

 

 

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