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Innsbrucker Forum für Intensivmedizin und Pflege (IFIMP)

IFIMP 2020 auf Mittwoch, 2. bis Donnerstag, 3. September 2020 VERSCHOBEN

Aufgrund der krisenhaften Zuspitzung von SARS-CoV-19 wurde der IFIMP mit dem Motto "ICU-fighters - long road to ruin?" auf Mittwoch, 2. bis Donnerstag, 3. September 2020 verschoben.
Bitte beachten sie dazu die Hinweise auf unserer Kongresseite www.ifimp.at und bleiben sie gesund.
 
So oder so laden wir sie recht herzlich auf ein Wiedersehen am IFIMP 2020 ein, heuer findet außerdem zum 1. Mal ein eigener Workshop zu Intensivbeatmung statt.
 
Das Innsbrucker Forum für Intensivmedizin und Pflege ist ein seit Jahrzehnten regional bekannter und erfolgreicher Kongress in Westösterreich, der von der Univ.-Klinik für Allgemeine und Chirurgische Intensivmedizin organisiert wird. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, klinisch relevante, interdisziplinäre Themenkomplexe in komprimierter Form zu bearbeiten. Ausgehend von diesen Ansätzen richtet sich unser Fokus insbesondere auf jene Disziplinen, welche von ärztlicher und pflegerischer Seite mit Problemen der Intensivmedizin befasst sind. Dabei wird das Hauptaugenmerk auf praktisch-klinische Umsetzbarkeit der Tagungsinhalte gelegt.

www.ifimp.at

 


 

Rückblick auf den IFMIP 2019 | "Was sie schon immer über Intensivmedizin wissen Sollten!?"

Der heurige Kongress "Was sie schon immer über Intensivmedizin wissen Sollten!?" ist äußerst erfolgreich über die Bühne gegangen. Die über 300 angemeldeten Kongressbesucher wurden mit einem qualitativ hochwertigen Programm begrüßt. Nach der Eröffnung durch O.Univ.-Prof.- Dr. Karl Lindner fand als erster Höhepunkt am Mittwoch der Vortrag von Commander Warren Belt, US Navy (ret) - einem ehemaligen Atom U-Boot-Kapitän - unter dem Titel "Lone warrior - how to get it right" statt. Warren Belt ist seit 2006 Risikomanager bei der schweizerischen UBS und war zuvor 22 Jahre im aktiven Dienst der amerikanischen Marine. In seinem spannendem Vortrag erläuterte Warren Belt unter anderem die Schwierigkeit von (zeit)kritischen Entscheidungen und die Vorbereitung seitens der Marine auf diese Aufgaben. Im anschließenden Interview mit "DerStandard.at" gab Commander Belt (ret.) weitere, tiefere Einblicke in diesen zur Medizin komplett anderen Hochrisiko-Bereich. Als Beispiel brachte er eine kleine Änderung, die er unter seinem Kommando durchgeführt hat. Statt beim Kapitän, um die Erlaubnis zu fragen etwas zu tun, bat er seine Mannschaft stets Empfehlungen (mit Begründungen) zu geben. So kam er zu mehr Information, denn die Crew wüsste immer mehr als der Kapitän. Schließlich sei - ähnlich wie in der Medizin - auch im U-Boot die Kommunikation das zentrale Element. 
Als interessanter Unterschied zur Medizin, erwähnte Comm. Belt (ret.) die Tatsache, dass er bis zu seinem 40. Lebensjahr durchschnittlich einen schriftlichen Test pro Monat geschrieben habe. Völlig klar für ihn sei der hohe Stellenwert von Simulation, um innerhalb von Sekunden gute Entscheidungen treffen zu können. Dies gilt in besonders hohem Maße auch für uns Mediziner. Schließlich wolle es ja jeder besser machen, er meinte "Everybody wants to make it better".
Über diesen inspirierenden Vortrag hinaus, gaben sich auch heuer wieder etliche hochqualitative Redner die Klinke in die Hand. Zahlreiche begeisterte Rückmeldungen bestätigten die spannende Themenauswahl, sodass der heurige Kongress in seiner Gesamtbilanz als sehr lohnenswert zusammenzufassen ist.
 
Link zum Artikel auf Der Standard.at

Benedikt Treml

05.08.2019