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Simulation an der Univ.-Klinik für allg. und chir. Intensivmedizin

DGKP Weber Susanne und DGKP Wilfried Schabauer bilden gemeinsam mit OA Dr. Treml das Herz der Arbeitsgruppe Intensiv-Simulation. Nach unzähligen Stunden der Vorbereitung konnten im Herbst 2017 mit den ersten Notfalltrainings am ITZ begonnen werden. Daneben finden interdisziplinäre Notfalltrainings mit anderen Fachdisziplinen statt. So zum Beispiel regelmäßig seit Sommer 2019 mit den Kollegen der invasiven Kardiologie im Herzkatheterlabor.

 

Was gibt`s Neues?

12 neue Simulations-Instruktoren zertifiziert

Nach vier anstrengenden Kurstagen im Oktober und im November haben 12 Kolleginnen und Kollegen unseren ersten eigenen Ausbildungskurs für Simulationstrainer am ITZ absolviert. Angeleitet von der Simulations-Koryphäe Dr. Marcus Rall und seinen Mitarbeitern vom Institut für Patientensicherheit und Teamtraining GmbH verfügen nun zahlreiche Fachdisziplinen wie die Geburtshilfe (Hebammen und Gynäkologinnen), Pädiatrie, Anästhesie und die Innere Medizin über das Wissen der zertifizierten InFacT-Instruktoren. Bei der Durchführung von Teamtrainings können die neuen Instruktoren in Zukunft auf eine sehr gute Ausbildung und den einen oder anderen Insider-Tipp von Dr. Rall zurückgreifen. Die medizinische Simulation an der Innsbrucker Klinik erfährt so einen weiteren starken Schub.

Benedikt Treml, 28.11.2019

 

Der nächste Notfall kommt bestimmt - Intensivsimulation im Herbst 2019

Am Dienstag 1. und Mittwoch 2. Oktober fand am Interdisziplinären Simulationszentrum (ITZ) zum mittlerweile dritten Mal unsere Intensivsimulation statt.

Für diese vergangenen Simulationstage hatte das Instruktoren-Team um Oberarzt Dr. Benedikt Treml, DGKP Weber Susi und DGKP Willi Schabauer mit tatkräftiger Hilfe von OÄ Dr. Ruth Kröss sehr komplexe und realistische Notfallszenarien entworfen. Einmal mehr konnten unsere Mitarbeiter eindrucksvoll unter Beweis stellen, dass wir für Notfälle bestens gerüstet sind. 

Benedikt Treml, 02.10.2019


 

"Aus der Klinik für die Klinik!"

Von der Idee zur Umsetzung

2016 wurden die Pläne der Errichtung eines interdisziplinären Trainingszentrums an der nahen Fachhochschule Gesundheit konkret. Entsprechend der Anforderung der neuen Ärzte-Ausbildungsordnung sollten darin unsere Assistenzärzte in Hinkunft geschult werden. Nach dem Bezug im Sommer 2017 wurde im Herbst 2017 mit den ersten ALS-Trainings begonnen. Dabei wurden in diesem hochmodernen Simulationszentrum Notfallsituationen in realistischer Umgebung simuliert. Mithilfe der verwendeten detailgetreuen Simulatorpuppen können kritische Situationen auf Normalstationen, in einem OP-Saal, auf der Intensivstation und im Schockraum geübt werden. Nach diesen gelungenen Reanimationsschulungen erfolgte schließlich nach weiteren intensiven Vorarbeiten durch das Intensiv-Trainerteam Dr. Treml, DGKP Weber und DGKP Schabauer der nächste Schritt mit Ausrollung der Intensiv-Simulation im November 2018. An diesem ersten Termin haben neben den Intensivoberärzten, den Assistenzärzten auch die Pflegepersonen der jeweiligen Stationen teilgenommen. Die Szenarien, in denen komplexe Notfallgeschehen im Intensivbereich simuliert wurden, stammten allesamt aus den Federn des Trainerteams, allesamt Experten mit langjähriger Erfahrung in klinischer Intensivmedizin. Besonders dieser Aspekt verleiht dem Ganzen ein besonders realistisches Aussehen und ist eine Stärke der Intensivsimulation, ganz nach dem Motto "Aus der Klinik für die Klinik". Nach diesen einzelnen Szenarien im Simulator wurden in den Nachbesprechungen neben den medizinischen Aspekten vor allem die Kommunikation und Zusammenarbeit der verschiedenen Personen und Fachdisziplinen analysiert, um potentielle Fehlerquellen identifizieren zu können. Somit sollen in Hinkunft bei der Tätigkeit am Patienten potentielle Fehler erkannt und vermieden werden.

Benedikt Treml, 30.11.2018

 

Ältere News

Drittes interdisziplinäres Notfalltraining im Herzkatheter-Labor

Ende Juli hat auf Initiative von Wilfried Schabauer und Dr. Treml das erste interdisziplinäre Notfalltraining im Herzkatheter-Labor stattgefunden. Bei Herzalarmeinsätzen im Herzkatheter-Labor treffen verschiedene Berufsgruppen in ständig wechselnder Besetzung zu ständig wechselnder Uhrzeit aufeinander, um mit oftmals minimaler Information maximale Therapie-Entscheidungen bei vital bedrohten Patienten zu treffen. Weiters stellt das Herzkatheter-Labor in der Notfallsituation mit einem erhöhten Personal- und Maschinenaufwand aufgrund der räumlichen Begebenheiten besondere Anforderungen an die Ablauforganisation. Nun wurden in drei Trainings gemeinsam mit Kollegen der Universitätsklinik für Innere Medizin III / Kardiologie sowie Kollegen des Herzalarm-Teams der Univ.-Klinik für allgemeine und chirurgische Intensivmedizin realistische Notfallszenarien vor Ort beübt. Alle Teilnehmer bewältigten die simulierten Notfälle sehr gut und zeigten sich begeistert. Das nächste Training findet im November statt.

Benedikt Treml, 17.09.2019

 

Erster Instruktorenkurs im Herbst 2019 im ITZ in Innsbruck

Im Oktober und November findet im ITZ erstmals ein eigener Instruktorenausbildungskurs statt. In Kooperation mit Dr. Marcus Rall vom Institut für Patientensicherheit und Teamtraining GmbH und fünf unserer Instruktoren (Dr. Krössbacher, Dr. Kröss, Dr. Perkhofer, Dr. Thaler, Dr. Treml) werden wir 12 Kolleginnen und Kollegen aus verschiedensten Fachdisziplinen im Sinne eines InFacT-Kurses ausbilden. Dieser Kurs befähigt die schließlich InPASS-zertifizierten Instruktoren zur Durchführung von Teamtrainings mit starkem Fokus auf crew resource management.

Benedikt Treml, 06.06.2019

Erfolgreicher zweiter Turnus der Intensivsimulation von 19. bis 20. Feber 2019

Am Dienstag 19. und Mittwoch 20. Feber fanden am Interdisziplinären Simulationszentrum (ITZ) die nächsten Halbtage von Intensiv-Simulation statt.

Für diese vergangenen Simulationstage hatte das Instruktoren-Team um Oberarzt Dr. Benedikt Treml, DGKP Willi Schabauer mit tatkräftiger Hilfe von OA Dr. Markus Thaler realistische Notfallszenarien entworfen. Alle Teilnehmer waren sich unisono über die hohe Qualität der Simulation einig und haben etliche praktische Anregungen für ihre klinische Arbeit mitnehmen können.

Benedikt Treml, 20.02.2019

 

Zweiter Auffrischungskurs für Instruktoren der Anästhesie- und Intensivsimulation mit Dr. Rall

Am vergangenen Dienstag trafen sich 10 engagierte Kolleginnen und Kollegen unserer beiden Kliniken (Univ.-Klinik für Anästhesie und Univ.-Klink für allg. und chir. Intensivmedizin) am neuen Interdisziplinären Trainingszentrum (ITZ) im Ausbildungszentrum West. Dank der perfekten Organisation von Dr. Ruth Kröss konnte mit Dr. Marcus Rall DER Simulationsexperte im deutschsprachigen Raum als externer Referent gewonnen werden. Mehrfach wurden Szenarien von den Trainern selbst unter den erfahrenen Augen von Dr. Rall geübt. In seinen Ausführungen gab er wertvolle Tipps aus seiner jahrzehntelangen Erfahrung als Instruktor. Im Hintergrund laufen bereits die Vorbereitungen in Innsbruck am ITZ einen eigenen Ausbildungskurs für unseren zukünftigen Trainer im Herbst 2019 oder Frühjahr 2020 zu organisieren.

Benedikt Treml, 25.1.2019

 

Erste Intensivsimulation von 28. bis 29. November 2018

Am Mittwoch 28. und Donnerstag 29. November fanden am neu erbauten Interdisziplinären Simulationszentrum (ITZ) auf der FH Gesundheit die ersten vier halbtägigen Simulationen der Univ.-Klinik für allgemeine und chirurgische Intensivmedizin statt. Anders als beim ALS-Training bei dem es um die gute und korrekte Durchführung von medizinischen Maßnahmen geht, war der Fokus bei diesem "CRM-Workshop" auf das "Crew Ressource Management" gelegt. Neben dem guten Zusammenspiel von Spezialistenteams spielt die interprofessionelle Kommunikation eine wesentliche Rolle in der guten Bewältigung von komplexen Notfallsituationen.

Für diese vergangenen Simulationstage hatte das Instruktoren-Team um Oberarzt Dr. Benedikt Treml, DGKP Weber Susanne, DGKP Willi Schabauer mit tatkräftiger Hilfe von OÄ Dr. Ruth Kröss absolut realistische und für die Klinik relevante Szenarien entworfen. An den vier Tagen konnten 4 Oberärzte, 5 Assistenzärzte sowie 26 diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger intensiv geschult werden. Nicht nur die aktiven Teilnehmer in den Simulationsszenarien, sondern auch jene, die das Geschehen beobachteten, fieberten mit Leib und Seele mit. Alle Teilnehmer waren sich unisono über die hohe Qualität der Simulation einig und haben etliche praktische Anregungen für ihre klinische Arbeit mitnehmen können. Die erhobenen Evaluationsergebnisse bestätigen dies eindrucksvoll. So gaben 97% der Teilnehmer an, sicher wiederkommen zu wollen!

Ermöglicht wurde die Simulation neben den unzähligen investierten Stunden der Instruktoren durch die Hilfe von OÄ Dr. Kröss, der an dieser Stelle gedankt sei. Außerdem ein Danke schön für die Unterstützung durch den stellvertretenden Klinikdirektor Ao. Univ.-Prof. Dr. Dietmar Fries.

Benedikt Treml, 30.11.2018

 

Wozu Simulation?

Weniger Krankenstände und Jobwechsel nach CRM-basierten Simulationstrainings

Im Journal of the American Medical Association (JAMA) ist letztes Jahr eine interessante französische Arbeit über langfristige Auswirkungen eines Simulationstrainings bei Intensivpflegekräften erschienen. Diese klinische Studie interessierte sich für messbare Effekte eines 5-tägigen Teamtrainings auf CRM-Basis. Dabei wurden 101 Intensivpflegekräfte an 8 französischen Intensivstationen in CRM-Trainings geschult und ein Jahr lang beobachtet. 97 Intensivpflegekräfte dienten als Kontrollgruppe.

In den Ergebnissen zeigte sich unter anderem, dass es in der Simulationsgruppe 6 Monaten nach dem Training nur eine Rate von Krankenständen von 1 % gab vs. 8 % ohne Training. Während in der Kontrollgruppe (ie. ohne Training) 12 Pflegekräfte die Intensivstation verlassen haben, waren es in der Interventionsgruppe nur 4. Aufgrund dieser ausgeprägten Effekte wurde die Studie nach der Interimsanalyse nach 6 Monaten abgebrochen.

Weniger Krankenstände und Stationswechsel durch Simulation: El Khamali R et al. 2018. Effects of a multimodal program including simulation on job strain among nurses working in intensive care units. A randomized clinical trial. JAMA. 320:1988-1997.

Link zur Infografik der DGSim

Benedikt Treml, 06.05.2019

 

Gesteigerte Patientensicherheit und weniger Kosten durch Teamtrainings

Im American Journal of Medical Quality ist 2019 eine Studie aus Ohio, USA erschienen. Die Autorengruppe um Susan D. Moffatt-Bruce untersuchte die Kosten und mögliche Kostenersparungen durch die Implementation von CRM-basierten Teamtrainings an einem Zentrum der Maximalversorgung, bestehend aus 2 Unikliniken und 6 Spitälern. Zwischen Juli  2010 und Juli 2013 wurden etwa 3.000 Pflegekräfte und Ärzte geschult. Die Kosten für die Trainings beliefen sich auf 3,6 Mio. USD.

In drei Jahren (2011 bis 2013) wogen die Einsparungen durch die Reduktion von erwarteten Patientenschäden die Investitionen bei weitem auf. Die Kosteneinsparung lag bei nach konservativer Schätzung bei 9,1 Mio. USD, bei maximaler Schätzung bei 24,4 Mio. USD.

Mehr Patientensicherheit und weniger Kosten durch Simulation: Moffatt-Bruce SD et al. 2019. What Is the Return on Investment for Implementation of a Crew Resource Management Program at an Academic Medical Center? Am J Med Qual. 34(5):502-508.

Link zur Infografik der DGSim

 

Benedikt Treml, 23.12.2019

Mit hochwertigen Simulationspuppen werden realistisch Notfallsituationen aus allen klinischen Bereichen geübt.

Im zentralen Steuerungsraum laufen die Fäden der Simulation zusammen.