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Interdisziplinäres Simulationszentrum

Erste Intensivsimulation von 28. bis 29. November 2018

Am Mittwoch 28. und Donnerstag 29. November fanden am neu erbauten Interdisziplinären Simulationszentrum (ITZ) auf der FH Gesundheit die ersten vier halbtägigen Simulationen der Univ.-Klinik für allgemeine und chirurgische Intensivmedizin statt. Anders als beim ALS-Training bei dem es um die gute und korrekte Durchführung von medizinischen Maßnahmen geht, war der Fokus bei diesem "CRM-Workshop" auf das "Crew Ressource Management" gelegt. Neben dem guten Zusammenspiel von Spezialistenteams spielt die interprofessionelle Kommunikation eine wesentliche Rolle in der guten Bewältigung von komplexen Notfallsituationen.

Für diese vergangenen Simulationstage hatte das Instruktoren-Team um Oberarzt Dr. Benedikt Treml, DGKP Weber Susanne, DGKP Willi Schabauer mit tatkräftiger Hilfe von OÄ Dr. Ruth Kröss absolut realistische und für die Klinik relevante Szenarien entworfen. An den vier Tagen konnten 4 Oberärzte, 5 Assistenzärzte sowie 26 diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger intensiv geschult werden. Nicht nur die aktiven Teilnehmer in den Simulationsszenarien, sondern auch jene, die das Geschehen beobachteten, fieberten mit Leib und Seele mit. Alle Teilnehmer waren sich unisono über die hohe Qualität der Simulation einig und haben etliche praktische Anregungen für ihre klinische Arbeit mitnehmen können. Die erhobenen Evaluationsergebnisse bestätigen dies eindrucksvoll. So gaben 97% der Teilnehmer an, sicher wiederkommen zu wollen!

Ermöglicht wurde die Simulation neben den unzähligen investierten Stunden der Instruktoren durch die Hilfe von OÄ Dr. Kröss, der an dieser Stelle gedankt sei. Außerdem ein Danke schön für die Unterstützung durch den stellvertretenden Klinikdirektor Ao. Univ.-Prof. Dr. Dietmar Fries.

 


"Aus der Klinik für die Klinik!" - von der Idee zur Umsetzung

2016 wurden die Pläne der Errichtung eines interdisziplinären Trainingszentrums an der nahen Fachhochschule Gesundheit konkret. Entsprechend der Anforderung der neuen Ärzte-Ausbildungsordnung sollten darin unsere Assistenzärzte in Hinkunft geschult werden. Nach dem Bezug im Sommer 2017 wurde im Herbst 2017 mit den ersten ALS-Trainings begonnen. Dabei wurden in diesem hochmodernen Simulationszentrum Notfallsituationen in realistischer Umgebung simuliert. Mithilfe der verwendeten detailgetreuen Simulatorpuppen können kritische Situationen auf Normalstationen, in einem OP-Saal, auf der Intensivstation und im Schockraum geübt werden. Nach diesen gelungenen Reanimationsschulungen erfolgte schließlich nach weiteren intensiven Vorarbeiten durch das Intensiv-Trainerteam Dr. Treml, DGKP Weber und DGKP Schabauer der nächste Schritt mit Ausrollung der Intensiv-Simulation im November 2018. An diesem ersten Termin haben neben den Intensivoberärzten, den Assistenzärzten auch die Pflegepersonen der jeweiligen Stationen teilgenommen. Die Szenarien, in denen komplexe Notfallgeschehen im Intensivbereich simuliert wurden, stammten allesamt aus den Federn des Trainerteams, allesamt Experten mit langjähriger Erfahrung in klinischer Intensivmedizin. Besonders dieser Aspekt verleiht dem Ganzen ein besonders realistisches Aussehen und ist eine Stärke der Intensivsimulation, ganz nach dem Motto "Aus der Klinik für die Klinik". Nach diesen einzelnen Szenarien im Simulator wurden in den Nachbesprechungen neben den medizinischen Aspekten vor allem die Kommunikation und Zusammenarbeit der verschiedenen Personen und Fachdisziplinen analysiert, um potentielle Fehlerquellen identifizieren zu können. Somit sollen in Hinkunft bei der Tätigkeit am Patienten potentielle Fehler erkannt und vermieden werden.

Benedikt Treml

30.11.2018

Mit hochwertigen Simulationspuppen werden realistisch Notfallsituationen aus allen klinischen Bereichen geübt.

Im zentralen Steuerungsraum laufen die Fäden der Simulation zusammen.