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Innsbrucker Forum für Intensivmedizin und Pflege (IFIMP)

Der nächste Kongress findet von 13. und 14. Juni 2018 im Congress Innsbruck statt.

Das Innsbrucker Forum für Intensivmedizin und Pflege ist eine alljährlich stattfindende Veranstaltung, die von der Univ.-Klinik für Allgemeine und Chirurgische Intensivmedizin organisiert wird. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, klinisch relevante, interdisziplinäre Themenkomplexe in komprimierter Form zu bearbeiten. Ausgehend von diesen Ansätzen richtet sich unser Fokus insbesondere auf jene Disziplinen, welche von ärztlicher und pflegerischer Seite mit Problemen der Intensivmedizin befasst sind. Dabei wird das Hauptaugenmerk auf praktisch-klinische Umsetzbarkeit der Tagungsinhalte gelegt.

www.ifimp.at

Aktueller Flyer

 

Innsbrucker Update Anästhesie und Intensivmedizin

Am 16. Jänner 2018 fand bereits zum 29. Mal das Innsbrucker Update Anästhesie und Intensivmedizin statt.

Dr. Benedikt Treml konnte im großen Hörsaal im Medizinzentrum Anichstraße eine zahlreiche Hörerschaft begrüßen. Aus Nord- und Südtirol, sogar aus Vorarlberg waren Kollegen dem Ruf der ACI nach Innsbruck gefolgt. Wie bereits seit Jahren bewährt hatte Organisatorin Ao. Univ.-Prof. Dr. Barbara Friesenecker drei Referenten zu spannenden Themen organisiert, musste sich diesmal jedoch krankheitsbedingt entschuldigen.

  • Zunächst berichtete Ao.Univ.-Prof. Dr. Nikolaos Bonaros von der Univ.-Klinik für Herzchirurgie Innsbruck über die Innsbrucker Erfahrungen mit der Transkatheter Aortenklappen-Implantation (TAVI). Nach knapp zehn Jahren, die erste TAVI wurde in Innsbruck im Feber 2008 implantiert, hat sich die Komplikationsrate deutlich reduziert. So hat zum Beispiel die Rate an paravalvulären Lecks von 10-15% auf knapp 3 % abegnommen. Ebenso musste in den Jahren 2016 und 2017 keine einzige TAVI auf das konventionelle OP-Verfahren (AKE) konvertiert werden. Zum Abschluss präsentierte Dr. Bonaros die aktuellen ESC/EATCS-Leitlinien bezüglich konventioneller AKE vs. TAVI.
  • In der zweiten Sitzung erläuterte der neue stellvertretende interimistische Direktor unserer Klinik Ao.Univ.-Prof. Dr. Dietmar Fries neue Einblicke in die pathophysiologischen Grundlagen der Fibrinolyse. Vermutlich kommt es im Rahmen eines Schockgeschehens zur Aktivierung von Protein C und damit zu einer Fibrinolyse, vermutlich um die im Schock gestörte Mikrozirkulation zu verbessern. Weiters besprach er das Fibrinspaltprodukt GRH 28 und dessen wachstumshemmende Wirkung auf grampositive Bakterien. Am Ende des Vortrages gab Dr. Fries einen Ausblick auf CRASH 3. Dabei wird der Einsatz von Tranexamsäure bei Schädelhirntraumata untersucht, nachdem in einer kleinen Subgruppe von CRASH 2 eine Abnahme der Größe der intrazerebralen Blutungen geziegt werden konnte.
  • Den wissenschaftlichen Teil des Abends beschloß Dr. Reginald Vergeiner vom Institut für mobile Intensivmedizin in Hall. Er sprach sich dezidiert gegen Checklisten beim Intensivtransport aus, schließlich betreffen alle Interventionen Menschen mit komplexen Variabilitäten und keine Maschinen wie in der Luftfahrt. Aus seiner Sicht benötigt ein guter Interhospitaltransport beim Intensivpatienten einen guten Intensivmediziner, der sich selbst um die Logistik kümmert. Mit über 4.000 Intensivtransporten bei Patienten zwischen 460 g und 270 kg zählt Dr. Vergeiner zu einem der erfahrensten Experten für Transportmedizin. Mit seiner ehrlichen Einschätzung bot er einen würdigen Abschluss des Abends.

Nach diesem umfangreichen wissenschaftlichen Input bestand die Gelegenheit das leibliche Wohl zu stärken. Dank der Unterstützung der Fa. Pfizer Austria, vertreten durch Hr. Mendl, gab es beim exzellenten Buffet ausreichende Möglichkeit mit den einzelnen Referenten offene Punkte zu diskutieren.

Das 29. ICU-Update war wieder einmal eine lehrreiche Veranstaltung getragen von exzellenten, international renommierten Vortragenden. Wir freuen uns schon auf den 30iger im kommenden Herbst, die Programmerstellung läuft und wird bald bekanntgemacht.