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ARGE Ethik in Anästhesie und Intensivmedizin

In den letzten Jahrzehnten wurden in der Anästhesie und im hohen Maße in der Intensivmedizin die Notwendigkeit der verstärkten Auseinandersetzung mit ethischen Fragen erkannt. Daher hat die Österreichische Gesellschaft für Anästhesiologie, Reanimation und Intensivmedizin (ÖGARI) im Mai 2010 eine Arbeitsgruppe eingerichtet. Die Arbeitsgruppe fördert dabei die Auseinandersetzung mit ethischen Fragen in allen Bereichen des Faches Anästhesie und Intensivmedizin. Es soll vor allem eine ethische Bewusstseinsbildung in intensivmedizinischen Fragestellungen vorangetrieben werden.

Vorsitz: Ao. Univ.-Prof. Dr. Barbara Friesenecker

Weitere Informationen zur ARGE Ethik auf der ÖGARI-Seite

 

Aktuelles:

Mit dem Inkrafttreten des zweiten Erwachsenenschutzgesetzes am 1. Juli 2018 ändert sich die klinische Entscheidungsfindung mit dem Patienten und dessen Stellvertretern wesentlich. Dabei werden auch die Entscheidungsprozesse auf der Intensivstation beeinflusst. So gibt es beispielsweise neu installierte Erwachsenenvertreter. Ein kognitiv eingeschränkter Pat. (der deshalb keine Vorsorgevollmacht errichten kann), kann andere Personen als gewählte Erwachsenenvertreter nominieren. Gibt es weder Vorsorgebevollmächtigten noch gewählten Erwachsenenvertreter werden nächste Angehörige als gesetzliche Erwachsenenvertreter nach Eintragung ins zentrale österreichische Vertretungsverzeichnis bestellt werden. Ohne an dieser Stelle zu viel ins Detail zu gehen, darf auf eine rezente Einschätzung aus juristischer Sicht verwiesen werden.
Priv.-Doz. Dr. Jürgen Wallner, MBA hat eine umfassende und sehr empfehlenswerte Erläuterung der Neuerungen im zweiten Erwachsenenschutzgesetz verfasst. Dr. Wallner ist an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien am Institut für Rechtsphilosophie und am Institut für Ethik und Recht in der Medizin tätig. Weiters leitet er den Bereich Ethik (Klinische Ethik, Organisationsethik, Sozialethik) der Barmherzigen Brüder Österreichs.

Am 25. April 2017 wurde diese Zusammenfassung im Blog der Barmherzigen Brüder Österreich veröffentlicht. Dieser Artikel wurde vom Autor außerdem der ARGE Ethik der ÖGARI zur Verfügung gestellt.

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